Landwirtschaft goes publik

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Presse, TV, Radio, Social Media - damit haben Landwirte doch nichts am Hut. Das ist weit gefehlt! ...

Glyphosat, erhöhte Nitratwerte oder Kritik an der Tierhaltung in Schweine- und Hähnchenmastbetrieben, Landwirte kämpfen heutzutage oft an der medialen Front um ihr Image. Aber nicht nur dort. Auch direkt am Acker oder auf dem Hof werden sie beispielsweise von Fußgängern oft mit Kritik konfrontiert.

Um ihren Job und ihre Arbeitsbedingungen zu erklären und so mit Vorurteilen aufzuräumen, brauchen moderne landwirtschaftliche Betriebe heute ein gutes Öffentlichkeitskonzept.

Was bedeutet überhaupt landwirtschaftsbezogene Öffentlichkeitsarbeit? Welche Strategien sind für welche Arten von Betrieben geeignet? Wie sollten sich Betriebe in den Medien und auch auf dem Hof präsentieren? Warum sollten Landwirte Kontakte zu Redaktionen und Journalisten aufbauen? Und wieso fragen Journalisten so fiese Fragen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler*Innen der LWM 3 einen ganzen Schultag lang. Sie analysierten Öffentlichkeitsstrategien, Fernseh- und Radiointerviews, machten sich in Sachen Werbung für Bauernhöfe schlau und erarbeiteten ein Öffentlichkeitsarbeitskonzept für einen Milchhof.

Und ihre kreativen Ideen setzten die angehenden Landwirte im Anschluss auch direkt um.

Mit Unterstützung von Lehrerin Alexandra Vogel entwickelten sie zum Beispiel für einen fiktiven Landwirtschaftsbetrieb ein Logo, sie erstellten Werbeflyer und umfangreiche Auftritte in Sozialen Medien wie Facebook und Instagram.

In einem selbstgedrehten Videoblog führten einige Schüler*Innen einen Produkttest durch, bei dem sie beweisen und erklären wollten, dass Produkte, die direktvermarktet werden oft ökologischer produziert und auch besser verträglich sind.

Eine harte Diskussion um Gülleausbringung und Nitratwerte lieferte sich eine andere Arbeitsgruppe, die in einem selbstgedrehten Fernsehinterview verschiedene Interview- und Argumentationsstrategien ausprobierte.

Die Ergebnisse der Projektarbeit präsentierten die angehenden Landwirte am Ende des Schultages in ihrer Klasse - und stellten dabei fest: Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist nicht nur wichtig, um moderne Betriebe wirtschaftlich zu führen.

Eine gute Öffentlichkeitsarbeit kann auch ein Weg sein, um mit Vorurteilen gegenüber der Landwirtschaft aufzuräumen.

Rund um das Thema Öffentlichkeitsarbeit dreht es sich auch bei den anderen beiden Mittelstufenklassen LWM 1 und LWM 2 der Landwirte in den nächsten Wochen. Bei ihnen stehen die Projekttage noch an.

(A. Vogel)








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