"Es war sehr interessant! Aber man musste trotz alledem einen unempfindlichen Magen haben." - Pferdewirte-Auszubildende am WEvKB sezierten Pferdebeine und einen Pferdekopf im Unterricht

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Erstellt am Mittwoch, 18. Dezember 2013

Kurz vor Weihnachten erhielten die Schülerinnen und Schüler der Pferdewirteklassen am WEvKB die seltene und deshalb sehr beeindruckende Gelegenheit, ihre Anatomiekenntnisse am "Original" zu erweitern. ...

Denn am Montag vor Weihnachten brachte der Schüler Marius Bauer aus der Pferdewirte-Mittelstufe die Beine eines Pferdes mit in den Unterricht. ...

Marius Bauer: "Montagmorgens kam ich mit einem in einen Müllsack verpackten Pferdevorderbein in der Berufsschule an. Den Vormittag verbrachten wir damit, Haut, Sehnen, Bänder, Blutgefäße usw. freizulegen, auf deren Funktion einzugehen und zu erläutern. Interessant für die Klasse war es, einmal zu sehen, mit welchem "Material" wir jeden Tag arbeiten und welche Leistungen wir den Pferden abverlangen. Ich denke, nach diesem Referat waren sich die Schüler mehr darüber bewusst, wie sorgfältig man mit einem Pferd umgehen sollte, um ihm nicht zu schaden." ... Sandra Rüsweg: "Als wir die Haut vom Fuß des Pferdes entfernt hatten, sah man ein wenig die Adern und Sehnen durchschimmern. Dann haben wir ein bisschen von dem Bindegewebe weggeschnitten, um Adern und Sehnen noch besser zu sehen. Im Anschluss haben wir dannn die Sehnen komplett freigelegt. Als wir damit fertig waren, haben wir oben einzeln an den Sehnen gezogen, um zu sehen, was welche Sehne für eine Aufgabe hat. Dies war ein sehr interessanter und informativer Tag!" ... Kira Wegmann und Nick Hasschert: "Es war sehr lehrreich für uns, dieses Bein zu sezieren, da man so sehen konnte, wo die einzelnen Sehnen und Bänder liegen und wie sie überlappen. So kann man sich besser vorstellen, wie stark Bänder und Sehnen belastet werden und wie viel Kraft sie aufbringen können, um die motorische Bewegung des Pferdes instand zu setzen. Um das besser nachvollziehen zu können, haben wir einzelne Bewegungen instand gesetzt durch Ziehen an den einzelnen Sehnen." ... Unbekannt: "Nach anfänglichen Berührungsängsten war das Sezieren sehr interessant. Natürlich kennen wir alle den Aufbau eines Pferdebeins aus Abbildungen, aber den ganzen Aufbau in Realität zu sehen, war etwas ganz anderes. Man hat nun eine viel bessere Vorstellung von der Biomechanik und weiß nun ganz genau, was man unter der Haut fühlt." ... Sarah Niemeier, Katharina Todzi, Johanna Klemme: "Es war eine gute Gelegenheit, sich den Aufbau und die Beschaffenheit des Pferdebeins anzuschauen, da es in den Ausbildungsbetrieben meist nicht angeboten wird."

Am darauf folgenden Mittwoch brachte dann die Schülerin Marcia-Lana Marimoutou aus der Pferdewirte-Oberstufe zur weiteren Sektion den Schädel eines Pferdes mit in den Unterricht. ...

Unbekannt: "Wenn man nicht die richtigen Werkzeuge hat, braucht man zwei Stunden, um das Gehirn des Pferdes rauszuholen. Ich fand es sehr interessant!" ... Marcia-Lana Marimoutou und Sören Böttcher: "Wir fanden das Projekt sehr interessant. Vor allem das Öffnen des Schädels war zwar eine etwas komplizierte aber sehr spannende Angelegenheit!" ... Unbekannt: "Es war sehr interessant und aufschlussreich, weil man sehen konnte, was das Bolzenschussgerät im Gehirn anstellt. Man konnte auch sehen, wie tief die Zähne im Kiefer sitzen und wie schwer sie raus zu bekommen sind." ... Unbekannt: "Das Sezieren der Pferdeteile war sehr interessant, weil man durch das Freilegen der Körperteile mehr sehen konnte. Die Erkenntnis, dass das Gehirn des Pferdes so eine geringe Größe hat im Vergleich zum Körper, war mir vorher nicht bekannt!"

Zusammenfassend waren sich die Pferdewirte-Azubis am WEvKB einig:

"Am Anfang habe ich mich schon etwas geekelt, aber nach ein paar Minuten sollte ich dann helfen. Dann fand ich das schon interessant zu sehen, wie das Bein, der Kopf, das Gehirn aussehen. Es hat sogar später Spaß gemacht! Schritt für Schritt konnte man einfach alles genau sehen und auch anfassen, viel besser als dies nur im Lehrbuch zu sehen!" ... "Es hat aber teils so stark gerochen, dass wir phasenweise unterbrechen mussten."



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