Erlebnisreiche Studienfahrt der Fachschule für Bautechnik nach Berlin

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Erstellt am Montag, 05. Mai 2014

Am frühen Dienstagmorgen ...

traf sich der Großteil unserer Klasse vor dem Hauptbahnhof in Münster. Voller Vorfreude erschreckte niemand vor der frühen Abfahrtzeit um 7 Uhr in der Früh mit dem Regionalexpress nach Osnabrück. Auf der Strecke wurden noch schnell zwei Mitfahrer eingesammelt und schon erreichten wir pünktlich den Zwischenstopp Osnabrück Hauptbahnhof. Die Aufenthaltszeit von 20 Minuten wurde von dem einen oder anderen zum "Coffee to go" genutzt. Auch der Rest unserer Klasse traf pünktlich ein und so stand der Weiterreise Richtung Bundeshauptstadt Berlin nichts im Wege. Auf einer kurzweiligen IC-Fahrt verging die Zeit wie im Fluge, trotz ca. 30-minütiger verspäteter Ankunft am Zielort. Gegen Mittag angekommen am Ostbahnhof gingen wir unmittelbar Richtung Hotel und bezogen unsere Zimmer.

Nach einer kurzen Erfrischung in unserem Hotel ging es los Richtung erster Baustellenbesichtigung zur umfangreichen Sanierung der Staatsoper. Architektin Frau Keinemann führte die Gruppe quer durch die Staatsoper, wo einige ihre Höhenangst bewältigen mussten. Das Gesamtvolumen der Baustelle beträgt 296 Mio. €, die Kosten werden aufgeteilt auf das Land Berlin sowie auf den Bund. Die Staatsoper gilt als eines der schönsten Opernhäuser der Welt, welches von Friedrich II. dem Architekten von Knobelsdorff in Auftrag gegeben wurde. Dieser begann 1741 mit der Errichtung des Opernhauses im Stil des Palladianismus und stellte es 1743 fertig. Durch die Platzierung auf der Hauptachse der Stadt und nicht wie üblich innerhalb des Schlosskomplexes entstand das erste eigenständige Theatergebäude Europas als Ausdruck der Ideen der Aufklärung. Der heutige Umbau erfolgt deshalb im alten Bestand und es war für unsere Fachschulklasse als angehende Bautechniker/in der Fachrichtung Hochbau eine absolut neue Erfahrung, ein solches Projekt hautnah anschauen zu dürfen.

 
 

  









Abends stand der Besuch des Musicals "Hintem Horizont" von Udo Lindenberg im Stage-Theater am Potsdamer Platz an. Es wurde auf musikalische Art und Weise ein "Ost-West-Drama" erzählt, untermalt von Liedern Udo Lindenbergs. Für ausreichende Erfrischungsgetränke war gesorgt und so wurde die Wartezeit vor dem Musical schnell überwunden. Nachdem das Stück sein Happy-End bekam, ging es mit der gesamten Gruppe in einen Irish-Pub in die Hackeschen Höfe und es wurde getestet, was die heimischen Bierbrauereien für Künste zu bieten hatten. Der Abend wurde anschließend individuell in Kleingruppen beendet.

                                                          
                                                      


Beim Frühstück am Mittwochmorgen wurde sich gut gestärkt für einen dreistündigen Stadtrundgang. An der Hotellobby wurden wir bereits von einem erfahrenen Städteführer empfangen und schon ging es einmal quer durch das schöne Berlin. Viele interessante Anekdoten und Informationen über Bauwerke wurden uns erzählt und gezeigt. Auch einen Konvoi für einen Parlamentspräsidenten aus dem Ausland mit viel Polizei zum Hotel Adlon konnten wir zufällig ansehen.

                                               

    



Der Mittwochnachmittag stand ganz im Zeichen der Politik. Jens Spahn, Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Borken/Rheine aus Ahaus, hatte unsere Klasse zu einem einstündigen Gespräch eingeladen und uns wurden viele Fragen beantwortet und auch einige Diskussionen entstanden. Ein informativer persönlicher Einblick in das politische System unserer Bundesrepublik und in die tägliche Arbeit eines Abgeordneten entstand. Im Anschluss der Gesprächsrunde bekamen wir eine kleine Speise in der Bundestagskantine im Paul-Löbe-Haus. Der Ausblick aus der Kantine auf die Spree war hierbei das Beste, was sie zu bieten hatte. Weiter ging es in den Bundestag zu einem 45-minütigen Vortrag auf die Zuschauertribüne. Leider war gerade die Kabinettssitzung beendet und die Kuppelbegehung konnte aufgrund einer internen SPD-Veranstaltung nicht wie geplant stattfinden.









Unsere Klasse hatte den Abend individuell geplant und so zogen die einen vor, erst einmal zum Hotel zu fahren, um sich auf das Nachtleben der Hauptstadt vorzubereiten und die andere Gruppe zog direkt den Biergarten an der Spree vor. Verdurstet wird wohl niemand sein.

Bereits nach den ersten zwei Tagen unserer Studienfahrt wurde deutlich, dass unsere zuvor schon sehr starke Klassengemeinschaft weiter gefestigt wurde!

Der Donnerstagmorgen begann für die Klasse sehr früh, weil ein Besuch der KZ-Gedenkstätte in Sachsenhausen bei Oranienburg anstand. Es bleibt zu sagen, dass die einstündige Bahnfahrt quer durch Berlin nicht jedem gut bekam. Der dreistündige Rundgang zeigte uns zum wiederholten Mal auf, dass in der Vergangenheit der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Fehler gemacht wurden.

Am Nachmittag ging es zur Baustellenbesichtigung zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses. In der Humboldt-Box wurde uns anschaulich erklärt, welche Beweggründe der 2002 mit einer großen Mehrheit im Bundestag beschlossene Wiederaufbau des Schlosses von Berlin hat. Die Finanzierung dieses Projektes gestaltet sich außerordentlich schwierig. Das Land Berlin sowie der Bund sind an der Finanzierung beteiligt, aber auch der Förderverein Berliner Schloss e.V. hat eine Zusage von 100 Mio. € gegeben. Der aktuelle Spendenstand des Vereins beträgt ca. 30 Mio. €. Fertigstellung soll im Jahr 2017 sein und die Eröffnung in 2018. Weitere aktuelle Infos sowie eine webcam sind unter www.berliner-schloss.de zu finden. Sehr interessante Einblicke in ein deutsches Prestigeobjekt.





    

Am Abend widmeten wir uns unserem leiblichen Wohl und zogen gemeinsam durch die Straßen Berlins, um an dem letzten Abend "Berliner Luft" zu genießen. Man munkelt, dass es sehr früh am Morgen wurde und der eine oder andere entdeckte sein Talent als Basketballer (Körbe werfen).

Freitag, das bedeutete leider, dass es schon der Abreisetag war, packten wir nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel unsere Koffer und checkten aus dem Hotel aus. Glücklicherweise konnten wir unsere Koffer im Hotel abstellen, sodass wir diese am Abend abholen konnten, bevor es Richtung Münster ging. Es stand die Besichtigung des Berliner Olympiastadions auf dem Programm, für viele ein Highlight der Studienfahrt. Ein ortskundiger Architekt führte uns 90 Minuten lang durch den modernisierten Sandsteinbau. Sehr schöne Einblicke entstanden hinter den Kulissen der dreimaligen WM-Spielstätte von 1974, 2006 und 2011 (Frauen WM). Die Vorbereitungen für das letzte Heimspiel der Bundesliga-Saison 2013/14 von Hertha BSC Berlin waren in vollem Gange. Eigentümer des Stadions mit der Olympischen Laufbahn ist das Land Berlin.







  


Am Nachmittag wurde noch ausgiebig gestöbert in Berlins größtem Einkaufzentrum "Alexa" am Alexanderplatz. Die Füße waren müde, sodass der Nachmittag im Biergarten der Hackeschen Höfe gemütlich beendet wurde, bevor es ins Hotel ging, um das Gepäck abzuholen. Um 18:25 Uhr fuhren wir mit dem Intercity zurück nach Münster. Schade, schade ...

Auf der Rückfahrt besprachen wir untereinander, was jeder persönlich von uns von dieser tollen und lehrreichen Studienfahrt mitgenommen hat. Festzuhalten bleibt, dass wir Eindrücke von Großbaustellen gewinnen konnten, die wir im Münsterland in dieser Art und Weise nicht hätten zu sehen bekommen, sehr positiver Nebeneffekt ist auch das absolute super Sozialverhalten in der Gemeinschaft.

Pünktlich um 22:25 Uhr erreichten wir die Stadt des Westfälischen Friedens und unsere Gemeinschaft zog in alle Himmelsrichtungen in die entsprechenden Heimatstädte.

BERLIN DU BIST SO WUNDERBAR!

(Dominik Schuurmann für die FS13VH)


Das Bild zeigt den Bundestagsabgeordneten Jens Spahn (untere Reihe, 3. von rechts) mit unserer Klasse ...


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