20 Jahre Schulpartnerschaft mit Valkeakoski in Finnland

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Erstellt am Donnerstag, 12. Mai 2016

Ende April 1996 begann mit dem Besuch einer Delegation des Berufskollegs aus Valkeakoski in Münster eine bis heute andauernde und in all den Jahren erfolgreiche Kooperation zwischen den beiden Berufskollegs. ...

Durch einen glücklichen Zufall trafen sich die Interessen der beiden Schulen: Die Finnen waren gerade Mitglied der EU geworden und begannen mit dem Aufbau internationaler Kontakte mit derselben Zielsetzung wie das WEvKB: beide wollten ihren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten eröffnen, während ihrer Ausbildung internationale Erfahrungen zu sammeln und ihre Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern. Und die EU hatte ihre Kassen geöffnet für die Unterstützung derartiger Austauschvorhaben. Diese Förderung im Rahmen der damaligen LINGUA-E-Programme ermöglichte es uns erst, unseren Schülerinnen und Schülern zu erschwinglichen Preisen Auslandsaufenthalte in Finnland anzubieten.

Die Akteure der ersten Stunde waren der damalige Schulleiter Jorma Rantanen und der Leiter der dortigen Fahrzeugabteilung Asko Vuorela auf finnischer Seite sowie der frühere deutsche Schulleiter Peter Simon mit seinem Stellvertreter Horst Brülle und Karl Heidler von der Fahrzeugabteilung in Münster. Seit 1996 haben die Leiter der Fahrzeugabteilungen Asko Vuorela und Karl Heidler die Austauschprogramme organisiert, seit 10 Jahren sind auf deutscher Seite Birgit Heidler und auf finnischer Seite Mikko Siirilä maßgeblich dabei und haben den Teilnehmerkreis auch auf Berufe außerhalb der Fahrzeugabteilungen erweitert. Stets wurde die Kooperation durch die Schulleiter wesentlich unterstützt. Vor einigen Jahren reiste der münsterische Schulleiter Matthias C. Berger zur Begleitung eines Austausches für einige Tage nach Finnland.

Das erste Projekt wurde im Jahre 1996 durch den Besuch einer deutschen Schülergruppe in Valkeakoski eingeleitet, bei dem das Thema "Abfallentsorgung in Kfz-Betrieben in Finnland und Deutschland" in deutsch-finnischer Gruppenarbeit recherchiert wurde. Es folgten bis heute noch weitere sechs gemeinsame Arbeitsprojekte, bei denen Auszubildende aus beiden Ländern beispielsweise im Rahmen einer fiktiven Autowerkstatt einen schwer beschädigten Unfallwagen reparierten und anschließend verkauften oder ein Fahrzeug, das damals noch keinen Katalysator hatte, auf den zu der Zeit in Deutschland schon weit entwickelten Stand der Katalysatortechnik umrüsteten. In den letzten Jahren standen Themen wie Existenzgründung in Deutschland und Finnland im Vordergrund. Auch Studienaufenthalte im jeweils anderen Land wurden initiiert und gefördert. Aktuell haben wir gerade bei der EU wieder einen Antrag auf Förderung für ein weiteres gemeinsames Projekt für die Jahre 2017-2018 gestellt.

Insgesamt nahmen bis jetzt fast 140 Auszubildende unseres Berufskollegs und etwa 100 finnische Auszubildende an den Austauschen teil. Und alle kehrten wohlbehalten und begeistert sowie um viele wertvolle Erfahrungen reicher nach Hause zurück. Es entstanden internationale Freundschaften nicht nur zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sondern auch zwischen den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern der beiden Berufskollegs. So geht diese Kooperation nun in die nächsten 10 Jahre! Ein Erfolgsmodell europäischer Bildungszusammenarbeit!

(K. Heidler)



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